“We Don’t Even Know What He Knows”: The Bus Factor in Mid-Sized Companies

Engineer drawing a technical blueprint with pencil and ruler

Ein Anruf, den ich nicht so schnell vergessen werde. Der Geschäftsführer eines mittelständischen Maschinenbauers – 33 Jahre Familienunternehmen, ruhige Stimme – und dann dieser Satz: „Christian, wir wissen gar nicht, was der alles weiß.“ Sein bester Konstrukteur ging in Rente. Das Unternehmen stand vor dem nächsten Audit, einer neuen Produktgeneration und Kunden, die immer komplexere Konfigurationen brauchten – und das Wissen, das all das zusammenhielt, lebte im Kopf einer einzigen Person, die das Unternehmen in vier Monaten verlassen würde.

Das ist kein Einzelfall. In zwanzig Jahren habe ich das dutzendfach erlebt: der Vertriebsleiter, der als Einziger das Sondermodell konfigurieren kann; der Projektleiter, in dessen Kopf die gesamte Kalkulationslogik steckt; die Qualitätsleiterin, die als Einzige bei jedem Audit die Prüfhistorie wirklich kennt.

Eine Frage von wann, nicht ob

Was diese Situationen gemeinsam haben, nennt man Bus-Faktor: Wie viele Personen kann Ihre Organisation verlieren, bevor kritisches Wissen weg ist? Für die meisten mittelständischen Unternehmen lautet die ehrliche Antwort für mindestens einen Kernprozess: eine. Das ist kein theoretisches Risiko – Verrentungswellen machen daraus eine Frage von wann, nicht ob.

Wissen in Köpfen vs. Wissen in Systemen

Der Unterschied zwischen Unternehmen, die dieses Problem im Griff haben, und denen, die es nicht haben, ist immer derselbe: ob Wissen in den Köpfen einzelner Personen lebt oder in Systemen. Heute lässt sich das mit KI-unterstützten Ansätzen in Wochen statt Jahren lösen: Konfigurationslogik wird digital abgebildet, Projekthistorie wird durchsuchbar, Erfahrungswissen wird strukturiert erfasst. Aber es funktioniert nur, wenn man anfängt, bevor es brennt.

  • Machen Sie die Abhängigkeiten sichtbar. Fragen Sie für jeden Kernprozess: Wer kann das sonst noch? Eine Antwort mit nur einem Namen setzt den Prozess auf die Risikoliste.
  • Priorisieren Sie nach Wirkung und Zeit. Renteneintritte sind Jahre im Voraus bekannt – behandeln Sie sie wie Projekttermine, nicht wie Überraschungen.
  • Erfassen Sie in Wochen, nicht in Jahren. Strukturierte Interviews plus KI-gestützte Dokumentation schlagen das mehrjährige Wiki-Projekt, das niemand pflegt.

Der Konstrukteur bleibt keinen Tag länger, nur weil die Dokumentation fehlt. Die einzige Variable, die Sie kontrollieren, ist, wie viel von diesen 33 Jahren am ersten Tag nach seinem Abschied noch im Haus ist.

Der Renteneintritt ist nur die vorhersehbarste Art, eine Schlüsselperson zu verlieren. Wie Unternehmen sie stattdessen durch langsame Entscheidungen verlieren, beschreiben wir in Der Prozess war korrekt. Der Mensch war weg.

Wenn Sie Ihre eigene Organisation in dieser Geschichte wiedererkennen, melden Sie sich – die ersten zwei Beratungsstunden sind kostenlos.

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